Wischmop reparieren

Wir haben einen Wischmop, den man in einem Kübel ausdrücken kann. Nun besteht das ganze Ding leider aus Plastik und hält dementsprechend nicht allzu viel Druck aus. Dabei gibt es auch ein Gelenk, das mit einer Plastikschraube zusammengehalten wird. Beim letzten Versuch den Boden aufzunehmen liess sich diese Schraube plötzlich nicht mehr mit der Mutter verbinden. Wir hatten also ein Problem.

Der erste Vorschlag war natürlich ein neues solches System zu kaufen. Das machte aber meiner Meinung nach absolut keinen Sinn, da wir kurz vorher den Lappen neu gekauft haben (weil der alte nach vielen Jahren gebrauch wirklich widerlich war) und das neue System eine andere Lappengrösse hatte. Ich frage mich, ob sie so mehr von diesen Dingern verkaufen möchten?

Die nächste Idee war es ein solches System aus Metall zu kaufen, in der Hoffnung, dass das für den Rest vom Leben hält. Da war aber praktisch nichts zu finden und meine Vermutung erhärtete sich, dass man mit den Plastikdingern mehr Geld machen kann, wenn sie häufiger kaputt gehen.

Die letzte Idee, die wir dann auch durchgeführt haben, war eine passende Schraube und Mutter zu kaufen und das ganze neu zu verschrauben. Das hat im Endeffekt ca. 6 CHF gekostet, da die Schrauben nicht einzeln erhältlich waren, aber falls wir die Schraube mal ersetzen müssen, haben wir genug Reserven. Der Härtetest steht noch aus, aber ich bin zuversichtlich, dass es halten wird. Bisher scheint es schon stabiler zu sein als die vorherige Konstruktion.

Und so sieht unsere Konstruktion aus:

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Dieser Beitrag wurde bei Widerstand ist zweckmässig verlinkt.

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3 Gedanken zu “Wischmop reparieren

  1. Hallo!

    Genau darum geht es – sich nicht dieses absurde System gefallen zu lassen! Verschiedene Systeme der gleichen Firma passen nicht zusammen, ständig wird alles verändert und Teile so gebaut, dass sie kaputt gehen und nicht mehr repariert werden können.

    Aber – Widerstand ist zweckmäßig! – mit ein bisschen Kreativität kann man der Obsoleszenz ein Schnippchen schlagen und das Teil weiter verwenden! Sehr schönes Beispiel, gefällt mir total gut Deine Reparaturidee!

    Danke fürs Verlinken zu fix it!

    lg
    Maria

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  2. Fussel schreibt:

    Klar hat das Methode. Sowohl die Sollbruchstelle (Plastikschraube) als auch die regelmäßigen Formveränderungen, damit man nur ja keine Ersatzteile nachkaufen kann. Das habe ich auch schon bei Rührgeäten erlebt, wo regelmäßig die Form der Ansatzstutzen zu Häcksler, Pürierstab etc. verändert wird. Das macht es einem unmöglich, nachzukaufen, wenn einem mal was kaputt geht. Darüber ärgere ich mich schon sehr lange. In Sachen Wischer werde ich vermutlich zum Uraltsystem „Schrubber mit drumgewickeltem Lappen“ zurückkehren, wenn meiner mal den Geist aufgeben sollte. Ich hab keinen Bock mehr auf das Plastikzeugs.
    Übrigens apropos neuer Bezug für den Wischer: einige Leute haben sich die selbergenäht aus alten Handtüchern und berichten, dass das mindestens so gut schrubbt wie die käuflichen Bezüge. Werd ich demnächst auch machen.

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